Berlin - Märkisches Viertel

Wohnungen ursprünglich errichtet: 17.000 WE

Bauzeitraum: 1963 - 1974


Die Siedlung wurde von 1963 bis Frühjahr 1974 gebaut und war mit seinen 17.000 Wohnungen für bis zu 50.000 Bewohner ausgelegt. Seit Juni 1999 ist das Märkische Viertel ein Ortsteil des Bezirks Reinickendorf. Davor gehörte es zum Ortsteil Wittenau.


Beim Märkischen Viertel handelt es sich um die erste große Neubausiedlung des damaligen West-Berlins. Die zahlreichen Gebäude wurden von über zwanzig in- und ausländischen Architekten geplant, was zu abwechslungsreichen Gebäude- und Wohnungsformen führte. Dabei entstanden jeweils Hochhausketten mit unregelmäßigen Grundrissen und gestaffelten Höhen, die größere Flächen mit Einfamilienhäusern umrahmen.


Auch die Infrastruktur war durchdacht geplant worden: Neben einem großen, zentralen Einkaufszentrum, dem Märkischen Zentrum (mit Kaufhaus, Marktplatz, Arztpraxen, Oberschule, Stadtteilbibliothek, Kultureinrichtung, Postamt, Kino, Hallenschwimmbad und Volkshochschule) entstanden weitere, wesentlich kleinere Zentren bei denen sich mehrere Geschäfte um einen kleineren Supermarkt ansiedelten. Grundschulen und Kindergärten wurden ebenfalls nicht (nur) im zentralen Bereich vorgesehen, sondern ringsum am Rand zwischen den einzelnen Hochhaus-Gruppen. Innerhalb der Hochhausgruppen entstanden zahlreiche Spielplätze nah bei den Wohnungen. Trotzdem entwickelte das Märkische Viertel anfangs einen schlechten Ruf, der weit über Berlin hinausreichte.

> zurück


Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (2007)