Gera - Lusan

Wohnungen ursprünglich errichtet: 17.600 WE

Wohnungen aktuell: maximal 13.500 WE

Bauzeitraum: 1972 - 1989


Die Siedlung Gera-Lusan wurde in 7 Bauabschnitte und zwei Komplexen errichtet, welche sich anhand fehlender Quellen heute allerdings nicht eindeutig unterscheiden lassen. Aus diesem Grund wird die ehemals 17.600 WE große Siedlung an dieser Stelle nach den aktuellen, statistischen Ortsteilen „Laune“, Brüte“ und „Zentrum“ vorgestellt.


Zuerst wurden großflächig die Bautypen IW73 und P2 verwendet, später folgte der Typ WBS70-Gera in meist fünfgeschossiger Ausführung. Auffällig bei der Bebbaung ist vor allem die Verwendung von gekrümmten Riegeln (IW73), um das Geländerelief zu „integrieren“. Weiterhin wurde mit der Verwendung von 11-geschossigen Hochhausscheiben versucht (oft in heute nicht mehr vorhandener Dreieranordnung), Landmarken zur Orientierung zu setzen. Vor allem der Teil „Brüte“ ist stark vom Rückbau betroffen, im Zentrum sind diverse Komplexe zum Abriss vorgesehen, wobei hier (und auch im Teil Laune) vereinzelte Gebäude behutsam zwecks „Entdichtung“ entfernt wurden. Die Rückbausumme für Lusan beläuft sich bisher auf etwa 4.000 WE.


Lusan-Laune: Dieser Teil befindet sich im nördlichen bzw. nordwestlichen Bereich von Lusan. Mit gekrümmten Riegeln (Fotos 6, 7, 10 und 12) wurden die Gebäude ans Relief angepasst. In Laune wurden einzelne Blöcke abgerissen und vereinzelt Geschosshöhen reduziert (z.B. Foto 3). „Wahrzeichen“ ist ein 11-geschossiger P2-Block mit Sonnen-Motiv an der Giebelseite (Künstler: G. Kerzig, P. Kraft; Foto 2).


Lusan-Zentrum: Das Zentrum wurde am dichtesten bebaut und umschließt noch Reste der ursprünglichen, „dörflichen“ Bebauung. Im Bereich der Birkenstraße wurde der hofähnliche Charakter durch den Rückbau von innenliegenden Blöcken gestärkt (jetzt Parkfläche) und teilweise Geschosshöhen reduziert (Foto 5), bzw. der „Schutzwalleffekt“ mit Durchbrechung des gekrümmten Wohnblocks gelöst (Foto 7). Ansonsten wurden und werden mehrere 11-geschossige Gebäude zurückgebaut (Foto 13: kompletter Leerstand; Foto 6: bereits zurückgebaut und mit Bäumen bepflanzt).


Lusan-Brüte: Vor allem in den Randbereichen wurden zahlreiche Blöcke in eher exponierter Randlage abgerissen (u.a. Foto 13). Weiterhin wurden mehrere Hochhaus-Ensembles, komplexe Gebäudeanordnungen und Straßenzüge zurückgebaut (z.B. Fotos 7 oder 23), um so den restlichen Gebäuden eine Insellage mit Naherholungsflächen zu schaffen. Letztendlich wird Brüte jedoch jener Teil der Siedlung Lusan sein, der am stärksten vom zukünftigen Rückbau betroffen sein wird.

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Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (08/2015)

Lusan-Laune

Lusan-Zentrum

Lusan-Brüte