Neubrandenburg

- Stadtzentrum

Wohnungen ursprünglich errichtet: 1.800 WE

Wohnungen aktuell: unbekannt

Bauzeitraum: 1952 - 1986


Im Jahr 1952 wurde Neubrandenburg DDR-Bezirkshauptstadt und es begann der Wiederaufbau der zu 80% zerstörten Stadt, wobei maßgeblich auf die richtige Proportionierung der Straßenräume geachtet wurde. Bereits 1946 erfolgte die Erarbeitung von  Wiederaufbauplänen durch H. Tessenow, wobei der historische Quadratgrundriss maßgebend war und daraufhin konsequent durchgeführt wurde.

Ziel war die Errichtung eines Oberzentrums mit 50.000 Einwohnern (Einwohner 1946: 20.000; 1990: 90.000; 2015: 60.000), wobei die größten Baumaßnahmen und Fertigstellung der öffentlichen Einrichtungen 1960 abgeschlossen waren.

Zuerst wurden Gebäude im Stil des „sozialistischen Klassizismus“ gebaut (u.a. Foto 10), später folgten rationalere Großblockbauweisen (Foto 8) und letztendlich noch bis 1986 die Ergänzung von einzelenen Quartieren in Plattenbauweise, so wie z.B. 200 WE in der Behmstraße (wobei die Geschosshöhe den restlichen Gebäuden angeglichen wurde - siehe Foto 5).

Wie in allen Bezirkshauptstädten wurde auch in Neubrandenburg ein Gebäude mit hohem repräsentativen Wert an zentraler Stelle gebaut:  Das bis 1965 erbaute „Haus der Kultur und Bildung“ mit seinem 15-geschossigen Turmhaus (Foto 1). Ein weiteres markante Gebäude mit Fernwirkung ist einmal das Rathaus (Foto 2) und das auf Basis vom Typ WBS70 im Jahr 1972 errichtete Hotel „Vier Tore“ (Foto 3, aktuell leerstehend, der Abriss ist für 2016 geplant und es soll an selber Stelle ein weiteres Shopping Center entstehen). Bekannt ist die Stadt zudem für ihre vier Stadttore und die mittelalterliche Stadtbefestigung.

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Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (03/2016)