Erkrath - Hochdahl

„Neue Stadt Hochdahl“

Wohnungen errichtet: 9.560 WE

Bauzeitraum: 1959 - 1985


Diese Siedlung wurde als Entlastungsstadt für Düsseldorf konzipiert und sollte einmal 50.000 Bewohnern eine Heimat geben. Realisiert wurden dann jedoch nur 9.560 Wohnungen für aktuell gut 28.000 Einwohner. Markant ist der zentrale See mit den (stark vernachlässigten) Freizeitanlagen (Fotos 4 und 5) und seinen Hochhäusern, sowie dem Verwaltungsgebäude (Foto 3).

Baubeginn war 1959 mit einer für diesen Siedlungsumfang neuen Wohnbereichsanordnung (Nachbarschaften), wobei bestehende Dorfstrukturen in das Gesamtbild der neuen Stadt integriert wurde. Dieses ist deutlich in den Nachbarschaften Trills und Millrath zu erkennen, wo die alte Bebauung deutlich dominiert und nur wenige Neubauten entstanden (siehe u.a. Fotos 28 und 32). Anders ist dieses in Hochdahl (mit Hochdahler Markt), Sandheide, Wellbeck und Ost-Millrath - hier bestehen die Nachbarschaften fast komplett aus Neubauten.

Das Zentrum bildet der „Hochdahler Markt“ mit dem Einkaufsbereich (Fotos 6 und 7), welcher von den Nachbarschaften umgeben ist. Die Nachbarschaften werden meistens durch Grünstreifen oder Parkanlagen voneinander „isoliert“ (ähnliches findet man in Salzgitter-Lebenstedt oder auch Wolfsburg, dort allerdings deutlich kleinteiliger).

Noch vor der geplanten Fertigstellung 1980 (tatsächlich erst 1985) wurde Hochdahl 1975 nach Erkrath eingemeindet. Diverse kulturelle und öffentliche Einrichtungen wurden in die weitaus kleinere und namensgebene Kernstadt verlegt. Einzelne Erweiterungen bzw. Umbaumaßnahmen rund um den Hochdahler Markt erfolgten noch bis ins neue Jahrtausend.


Insgesamt ist die Datenlage zur Neuen Stadt Hochdahl sehr gering, da sich Publikationen zu Erkrath auf die Kernstadt beschränken. Für weitere Hinweise wäre ich sehr dankbar!





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Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (05/2017)

Die Fotos zeigen:  Hochdahler Markt (1 bis 8), Hochdahl (9 bis 13), Sandheide (14 bis 21), Wellbeck (22 bis 26), Trills (27 bis 31) Millrath (32 bis 33) und Ost-Millrath (34 bis 40).