Suhl - Innenstadt

Kurz zusammengefasst ein paar Informationen zu Suhl, näheres können Sie über Wikipedia & Co in Erfahrung bringen...


Suhl hatte zu dem Zeitpunkt, als die Stadt zur Bezirkshauptstadt und der Gründung des Bezirkes Suhl kam, etwa 25.000 Einwohner. Die Gründe, weshalb ein so kleiner Bezirk (auf die Einwohnerzahl bezogen) entstand, ist u.a. die Zuständigkeit für spezielle Industriezweige (hier: Bergbau) und auch die Grenzsicherung. Zwar gab es in dem Bezirk größere und auch bedeutendere Städte, doch Suhl war von Beginn an industriell und nicht verwaltungstechnisch geprägt.  

Die Stadt wuchs bis 1989 auf 56.000 Einwohner und entsprechend wurde Suhl „sozialistisch“ umgebaut oder viel mehr „neu“ gebaut: repräsentative Gebäude, modernes Stadtzentrum, Infrastruktur, Veranstaltungszentrum. Alles musste einer Bezirkshauptstadt „würdig“ sein und so veränderte sich in den Jahrzehnten das Stadtbild.

Heute (2015) ist die Stadt auf 34.000 Einwohner geschrumpft (vor allem der Ortsteil mit dem Plattenbaugebiet Nord ist am stärksten getroffen). Industriebetriebe sind zusammengebrochen, die Menschen sind weggegangen und als neutraler, städtebaulicher Betrachter wurde Suhl nach der Umgestaltung in den 1960er-Jahren nach 1990 erneut „zerstört“.

Denn: Zwei Shopping-Center-Komplexe dominieren den Bereich um Herrenteich, Stadthalle (heute Congresszentrum) und Waffenmuseum. Das höchste Wohngebäude mit 88m (bzw. Ehemals, da bei der Sanierung „eingekürzt“) wurde mit einer Spiegelfassade verkleidet und ist heute ein Hotel - die weiteren Wohnhochhäuser wurden saniert und wirken mehr (als vermutlich) früher wie farbklecksige Fremdkörper.

Letztendlich ist die neu gestaltete Stadt Suhl aber bis heute ein beeindruckendes Beispiel für den Städtebau in der DDR - am besten hinfahren und sich selber davon überzeugen!

(Reiselektüre: „Architekturführer DDR: Bezirk Suhl“ von 1989)

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Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (06/2015)

Foto 1: Waffenmuseum am Herrenteich mit Punkthochhäusern im Hintergrund

Foto 2: Zierverkleidung an einem der Hochhäuser

Foto 3: Dr. Theodor-Neubauer-Straße mit Blick zum Zentrum

Foto 4: Hochhaus mit 55 WE und Reisebüro

Foto 5: Hochhaus mit ehemaliger Volksbuchhandlung - wie die anderen vier Punkthochhäuser 14-geschossig mit 91 WE

Foto 6: ehemaliges „Haus der Partei“ an der Lauter, heute „Neues Rathaus“

Foto 7: Wohnbebauung an der Dr.Theodor-Neubauer-Straße mit Ladenlokalen