Gera - Bieblacher Hang

Wohnungen ursprünglich errichtet: 2.800 WE

Wohnungen aktuell: 2.620 WE

Bauzeitraum: 1958 - 1980er-Jahre


Das Baugebiet Bieblacher Hang steht seit 1998 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz, wobei diese nur 2.275 WE umfasst (nördlich der L.-Frank-Weges entstanden weitere Gebäudekomplexe, siehe Textende). Es begründet sich darin, dass die Siedlung Schritt für Schritt erweitert wurde und somit vom Gebäude in traditioneller Bauweise, über Block- und Streifenbauweise bis hin zum Plattenbau, alle Typen des DDR-Wohnungsbaus in einem Gebiet versammelt sind.

Vier 10-geschossige Punkthochhäuser (1965-1966, auch in Jena-Nord angewendet; nach H.-D. Sachse) sind städtebaulichen Dominanten (Foto 1). Im südlichen Teil der Siedlung entstanden vor allem Gebäude in traditioneller Bauweise (u.a. Foto 4), zentral 5-geschossige Punkthäuser in Blockbauweise (nach G. Gerhardt und H. Wartenberg) mit vorgetäuschter Plattenstruktur (Foto 5). 1970-1971 entstanden Gebäude in 5- und 6-geschossiger Streifenbauweise vom Typ „Magdeburg“ (Foto 12 und 13) und 1985 wurden zwei 6-geschossige Plattenbauten vom Typ WBS70 errichtet (Foto 8).

Um einen Lückenschluss zum Neubaugebiet Bieblach-Ost zu erhalten, wurde im Bereich des L.-Frank-Weges und der N.-A.-Ostrowski-Straße ein Gebiet mit WBS70-Typen bebaut (Fotos 15 und 16). In diesem Teil fand bisher auch der größte Rückbau statt (Foto 17; weitere Gebäude werden laut Plänen im westlichen Bereich der E.-Mühsam-Straße statt, hier stehen bereits viele Gebäude leer; Foto 14).



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Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (08/2015)