Schwalbach (Taunus) - Limesstadt

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Wohnungen errichtet: 3.000 WE

Bauzeitraum: 1962 - 1973, 1980er Jahre


Die Limesstadt (Planungstitel und später beibehalten) wurde 1959 für 10.000 Einwohner (2.300 Wohneinheiten, später wurde auf 3.000 WE erweitert) ausgeschrieben, geplant und dann von 1962 bis 1973 errichtet. Der Entwurf geht auf H. B. Reichenow zurück, der auch verantwortlich für die Sennestadt (heute ein Stadtteil von Bielefeld) war und steht für die autogerechte Stadt.

Nördlich vom heutigen Alt-Schwalbach (Taunus) entstand diese Siedlung im Umland von Frankfurt (Main). Markant ist eine Parkanlage, von der wie Blattadern Stichstraßen (Foto 15) zu den westlich und östlich die Siedlung einfassenen Hauptverkehrswegen (Ost- und Westing) führen. Die Limesstadt besitzt als Knotenpunkt zu Alt-Schwalbach ein Einkaufszentrum (EKZ), Rathaus und Marktplatz (Foto 1 und 2), wobei dieser Punkt unterirdisch von einer Verkehrsachse aus S-Bahn und Landstraße gekreuzt wird.

Die 3.000 Wohnungen teilen sich in Bungalows und Einfamilienhäuser (Fotos 9 bis 11, deutlich ist auf Foto 9 die Plattenabuweise zu erkennen) auf und machen ein Drittel aus. Vor allem im Zentrum rund um das Rathaus (Foto 3) und EKZ entstanden der Zeit entsprechend hochgeschossige Gebäudekomplexe (Fotos 1 bis 7), und im Park fünf Hochhausscheiben (Fotos 15 und 16) bzw. sehr konzentriert sechs Hochhausscheiben südlich des EKZ (Fotos 17 bis 20). An den Stichstraßen befinden sich abwechselnd Wohnriegel und Einfmilienhäuser, was für eine entsprechende Durchmischung sorgt.

In den 1980er-Jahren wurde die Lücke nach Alt-Schwalbach mit dem Bau mehrerer Wohnkomplexe geschlossen (hier entstanden ca. 700 WE, Foto 8).

Quellen: siehe hier

  & eigene Beobachtungen

Fotos: T. Nagel (10/2017)